Erdbeerfarm Upgrade

Die Farm wurde in der Zwischenzeit nochmal umgebaut. Die Elektronik hat die ganz schlimme Beta-Phase verlassen, und ist in ein vernünftiges Gehäuse gewandert. Auch wenn es schon etwas besser aussieht, gibt es noch jede Menge Arbeit. Die Netzwerkanbindung läuft immer noch über einen TP-Link Router WR802N, der sich in einer Plastiktüte nahe des Entlüftungslochs der Garage befindet. Zweifelsohne suboptimal.

Urversion der Farm

Mein Plan ist hier eine Lösung mit einem USB-WLAN-Stick direkt am Raspberry Pi. Der Stick muss eine externe Antenne haben, die ich dann vernünftig anbringen kann. Der rechts auf dem Bild zu sehende Sicherungskasten enthält eine 10A Sicherung, einen kleiner einphasigen Zwischenzähler und zwei Hutschienen-Netzteile. Das 5V-Netzteil versorgt den Raspberry Pi und Relaissteuerung, das 12V-Netzteil versorgt die Ventilsteuerung.

Die Relaissteuerung kann jedes Ventil auf der Ventilsteuerung einzeln öffnen. Dadurch kann ich die vier Reihen mit den Erdbeerpflanzkästen einzeln bewässern. Ein weiteres Relais steuert die auf dem Foto zu sehende linke Steckdose, die die Tauchpumpe ansteuert.

Urversion der Farm

Die Software soll folgenden Ablauf sicherstellen:

  • Ventil Nr. 1 öffnen und Tauschpumpe einschalten
  • die eingestellte Zeit Wasser pumpen
  • Pumpe aus, Ventil Nr. 1 zu
  • den Vorgang für Ventil Nr. 2 bis Nr. 4 wiederholen

Die Tauchpumpe einschalten, und gleichzeitig ein Ventil öffnen, ist zeitlich unkritisch. Ich hatte nie das Problem, dass die Tauchpumpe gegen das geschlossene Ventil pumpt. Die Wassermenge wird durch die Laufzeit der Pumpe bestimmt. Hier habe ich die Laufzeit für ein Liter Wasser ausgemessen und dann hochgerechnet.

Urversion der Farm

Als Steuersoftware kommt immer noch Node Red zum Einsatz (Version 3.1.9). Die Flows gibt es als json-Datei, und dienen hier eher als schlechtes Beispiel für Flow-Programmierung.

Node Red Flows der Erdbeerfarm (Stand 10.03.2025)

Noch eine Anmerkung zu den Flows. Der ausgeschaltete Zustand ist high bzw. true, daher sieht das Userinterface auch etwas unschön aus. Die Pumpzeit ist im Moment auf 25 Sekunden ‘festverdrahtet’. Ich hole mit ‘vcgencmd measure_temp’ die Prozessortemperatur vom Raspberry Pi und publiziere sie alle 30 Sekunden auf meinen MQTT-Server. Wenn die Sonne im Hochsommer auf die Garage scheint, behalte ich so die Temperatur im Schaltkasten ein wenig im Auge.

Dieses Jahr möchte ich kräftig umbauen:

  • Schlauchführung auf das Garagendach - hier will ich eine Verkleidung bauen, die die Schläuche verdeckt. Außerdem möchte ich eine Gardena-Kupplung einbauen, um den Tank von außen befüllen zu können.
  • Inhalt des 200 Liter Tanks messen - in der Make 5/2024 gibt es dazu einen interessanten Artikel. Dort wird die Füllhöhe mit einem Senor für hydrostatischen Druck gemessen. Meine Versuche einfach das Gewicht mit Wägezellen zu messen, sind hier gescheitert.
  • Endlagenschalter für das Garagentor - als zusätzliches Goodie
  • und natürlich nochmal die Software…

Die Node Red Flows der Steuersoftware werden ich nochmal in einem separaten Artikel beleuchten.