Kurztrip Hamburg #1

Hamburg ist das Tor zur Welt, so sagt man. Wir wollen zwar nicht raus in die weite Welt, aber wenigstens ein paar Tage raus aus unserem Alltagstrott. Also waren wir für drei Tage in Hamburg, und haben uns ein wenig durch die Stadt treiben lassen.

Tanzende Türme

Wir reisen gegen Mittag an und haben uns direkt an der Reeperbahn im Arcotel Onyx eingemietet. Das Auto kommt in der öffentlichen Tiefgarage unter den Tanzenden Türmen unter (OSM). Der Tagessatz für die Tiefgarage liegt bei 12,-€. Generell ist die Parkplatzsuche rund um die Reeperbahn ein sportliches Unternehmen, und die Tiefgarage scheint mir die beste Wahl zu sein. Wir haben Glück und können unser Zimmer schon beziehen. Das Zimmer ist in der fünften Etage, der Blick aus dem Fenster geht Richtung Michel und dem weltweit größten Bismarck-Denkmal.

Bismarck und der Michel

Reeperbahn

Am frühen Nachmittag geht es dann endlich raus auf den Kiez. Bei strahlendem Sonnenschein laufen wir die Repperbahn hinunter. Um diese Uhrzeit ist noch nicht viel los auf der sündigen Meile. Wir laufen die Reeperbahn ganz bis zum Ende entlang bis zum Nobistor (OSM), dann wechseln wir die Straßenseite und biegen am Beatlesplatz in die Große Freiheit ein. Am Ende geht es rechts rum, die Clemens-Schultz-Straße entlang. Hier sind überall kleine Lädchen, Kneipen und Cafes. Alles ist sehr bunt, jede freie Fläche ist mit Graffitti bemalt und jeder Laternenpfahl ist maximal mit Auflebern beklebt.

Safari

Wir kommen am Heiligengeistfeld heraus. Hier ist schon alles für den Dom aufgebaut. Am Millerntorstadion vorbei, stoppen wir an der Rindermarkthalle (OSM). In der Halle gibt es Aldi und Edeka, der Rest ist Fressmeile. Ich hatte eigentlich mehr sowas wie eine Markthalle mit Obst- und Gemüseständen erwartet. Naja, uns zieht es weiter Richtung Schulterblatt.

blaue Krake

Schanzenviertel

Am neuen Pferdemarkt tauchen wir ins Schanzenviertel ein. Wir lassen uns draußen bei Bairro Alto nieder, trinken eine Kleinigkeit und beobachten das bunte Treiben auf der Straße. Wir sehen Autofahrer, die verzweifelt einen Parkplatz suchen und belauschen Gespräche am Nachbartisch über Pädagogik. Herrlich! So sitzen wir eine Weile da und genießen das schöne Wetter. Die rote Flora sieht inzwischen besser aus als ich sie in Erinnerung hatte. Auf der Piazza gegenüber kann man zum Essen und Trinken überall draußen sitzen.

Grenzstein Altona / Hamburg

Auf der Piazza befinden sich Grenzsteine mit der Markierung A|H, die auf die alte Grenze zwischen Altona und Hamburg hinweisen. Wir tauchen in die Welt der kleinen Läden in der Susannenstraße ein. An der Ecke Rosenhofstraße gibt es einen tollen Laden mit allerlei Firlefanz zu kaufen. Weiter hinten im Laden gibt es schöne Möbel und man geht durch ein Gewirr von Räumen. Ist man komplett durch den Laden gegangen, kommt man in einem anderen Laden an der Susannenstraße wieder heraus. Wir erreichen wieder die Hauptstraße und stehen vor den Schanzenhöfen. Tim Mälzer betreibt hier das Restaurant Bullerei.

Hauptsache bunt

Mein Ziel ist allerdings weiter dahinter die Ratsherrn-Brauerei bzw. der große Craftbeerstore (OSM). Die Auswahl erschlägt mich förmlich, ich kaufe dennoch einen kleinen Viererträger mit Bier. Wir laufen die Lagerstraße zurück zur Schanzenstraße. Unbedingt sollte man noch bei “La Torre” reinschauen, dort gibt es Spezialitäten aus Spanien und Portugal. Die Auswahl an Wein/Portwein ist groß. Weiter hinten findet man in Kühltruhen Tintenfisch in allen erdenklichen Variationen und natürlich auch Chorizowurst oder Schinken vom iberischen Schwein.

Altmetall

Karolinenviertel

Am neuen Pferdemarkt biegen wir in die Augustenpassage. Durch die Schlachthofpassage kommen wir ins Karolinenviertel. Die Marktstraße ist die Hauptbummelmeile durch das Karolinenviertel. Hier reihen sich kleine Läden aneinander, die secondhand oder selbstgemachte Sachen anbieten. Wir laufen einmal komplett durch bis zur russisch ortodoxen Kirche und biegen dann Richtung Heiligengeistfeld ab.

Zettel: Urlaub, anscheinend für länger

Rindermarkthalle

Da sich langsam etwas Durst breit macht, versuchen wir unser Glück in der Rindermarkthalle. Hier lassen wir uns bei finovino nieder und genießen erstmal ein Glas Wein. So sitzen wir eine Weile da, ruhen uns ein wenig aus und schmieden einen Plan für den Abend. Wir wollen heute Abend Fisch essen gehen. Also zurück ins Hotel und noch ein wenig ausruhen.

Heinrich-Hertz-Turm

Große Elbstraße

Abends machen wir uns zu Fuss auf dem Weg Richtung Altonaer Fischmarkt. Google wirft in der Gegend ein paar Fischrestaurants raus, und wir probieren einfach ohne grossartige Reservierung einen Tisch zu bekommen. Läuft man die Hafenstrasse herunter zum Fischmarkt stehen hier allerlei Gestalten herum. Hier werden keine Sightseeingtickets verkauft, sondern man bekommt wahrscheinlich bewusstseinserweiternde Substanzen jedweder Colleur. Wir kommen am Fischerhaus vorbei, das von innen einen eher rustikalen Eindruck macht. “Wenn wir weiter hinten nichts finden, gehen wir hier essen!” Mein Vorschlag stösst auf geringe Gegenliebe. Die große Elbestrasse entlang gibt es diverse Fischrestaurants. Wir landen schließlich im Rive, und essen Fisch. Vom Restaurant (OSM) kann man herrlich über die gesamte Elbe bis zu Elbphilamonie schauen. Wir bestellen Hamburger Pannfisch und Lachs und lassen es uns gut gehen.
Auf dem Rückweg schauen wir bei den Brüdern Henssler auf die Speisekarte. Beim nächsten Hamburgbesuch gehen wir hier essen…

Na’vi in Hamburg

Am Fischmarkt biegen wir Richtung Reeperbahn ab. Wir laufen die gesamte Reeperbahn hinunter bis zum Hotel. Der Tag hat seine Spuren hinterlassen, wir sind zu fertig um noch etwas zu unternehmen und gehen zurück ins Hotel.

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