La Gomera

Wir laufen früh auf La Gomera ein. Der Wind weht mit 40kn und erschwert das Anlegen. Der Kapitän bringt die Cara aber trotzdem ohne Schlepperhilfe gut an die Pier.

San Sebastián de La Gomera

San Sebastián de La Gomera

Wir machen uns in aller Ruhe fertig und gehen dann an Land. Der Wind weht uns auf der Pier fast weg. Die Pier hat zur Seeseite hin eine ca. 4m hohe Mauer, und diese bildet mit der Bordwand der Cara einen richtigen Windkanal.

Am Anfang der Pier steht eine Sonnenuhr, dahinter ist ein kleiner Sandstrand. Geht man weiter Richtung Meer, ist dort ein Felsen mit einem Leuchtfeuer darauf (OSM). Auf den Felsen kann man zum Leuchtfeuer hochklettern.

Leuchtfeuer

Leuchtfeuer

Wir gehen weiter, und laufen nach San Sebastián de La Gomera hinein. An der Plaza de las Americas gehen wir rechts in die schmale Gasse Calle la Pinta, und steigen die Treppen hoch. Dann weiter nach rechts zum Mirador de la Hila. Von hier aus hat man eine tolle Aussicht auf den Hafen und die Stadt. Man kann weit in das Tal Richtung El Molinito hinein schauen, und sieht wie sich ein paar Reisebusse die GM-1 in die Berge hochquälen.

Blick ins Bebirge

Blick ins Gebirge

Wir laufen die Calle la Pista ganz hinunter, und landen an der Kirche Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción. Auf dem Vorplatz laufen nur Aida-Touristen herum, die man gleich an ihrem obligatorischen Schlüsselband mit Bordkarte um den Hals erkennt. Ganz schrecklich!

Ort der Stille

Ort der Stille

In der Nähe soll Christoph Kolumbus mal gewohnt haben. Ich hatte im Vorfeld etwas davon gelesen. Leider gibt es keine richtigen Hinweisschilder, und so irren wir etwas planlos umher. Die Innenstadt ist ansonsten recht ruhig und wirkt ausgestorben. Es ist ja auch noch Zeit für Siesta. An der Plaza de la Constitution lassen wir uns in einem Cafe nieder. Der Platz ist gut besucht. Unter schattenspendenden riesigen indischen Lorbeerbäumen ist allerhand Trubel.

Schattenplatz

Schattenplatz

Wir bestellen beim Kellner, der ein wenig deutsch spricht, etwas zu trinken. Der Kellner bringt die Getränke und legt uns gleich dazu einen Zettel mit dem WLAN-Passwort hin. Toller Service! Ich trinke ein kaltes Dorada Pils. Wir sitzen eine ganze Weile im Cafe, und verbringen die Zeit der größten Mittagshitze unter den Bäumen.

Innenstadt San Sebastián

Innenstadt San Sebastián

An einem der Verkaufsstände kaufen wir ein Reisemitbringsel, und ich frage die Verkäuferin nach dem Haus von Christoph Kolumbus. Sie erklärt mir den Weg dorthin. Außerdem sagt sie, dass wir direkt vor dem Zollhaus stehen, in dem sich der Brunnen befindet, den Kolumbus angeblich früher genutzt hat. Eigentlich ist hier ein Museum, sagt sie, aber das ist geschlossen. Das Haus soll renoviert werden, aber es herrscht Geldmangel.

Stadtgassen

Stadtgassen

Wir entscheiden uns zurück zum Schiff zu laufen, da es einfach zu heiß ist, um ziellos umher zu irren. Ich bleibe dann aber doch noch in der Stadt, und will das Wohnhaus des Kolumbus aufzusuchen. Ich mache ein paar Fotos und gehe auch nochmal zur Kirche, die jetzt menschenleer ist. Herrlich! Ich laufe durch enge Gassen mit vielen Treppen den Berg hoch. Ich komme am Parador de la Gomera an, und schaue mich ein wenig um. Die Tore stehen weit offen und ich begebe mich auf das Gelände. Hinter dem  Gebäude ist ein schön angelegter Garten, der bis an die Felsenklippe heranreicht. Die Sicht von hier oben (ca. 70m) ist toll. Ich laufe wieder hinaus, hinter mir macht gleich jemand die Tore zu. Publikum ist nicht erwünscht. Im Internet lese ich später, das die ganze Anlage ein staatliches Hotel ist.

Fred Olsen Express

Fred Olsen Express

Mir reicht es für heute und ich begebe mich auch zurück zum Schiff. Ich ruhe mich ein wenig aus, und gehe dann nochmal mit der Kamera an Oberdeck. Es läuft gerade die Volcan de Taburiente ein. Die Volcan de Taburiente stoppt auf, dreht und geht dann rückwärts hinter uns an die Pier. Am Horizont sieht man schon einen gelben Trimaran von Fred Olsen mit voller Fahrt näher kommen. Die Benchijigua Express reduziert die Fahrt, und sofort macht sich der starke Wind bemerkbar. Man sieht wie der Trimaran sein “rechtes Bein” aus dem Wasser hebt.

Benchijigua Express

Benchijigua Express

Die Benchijigua Express dreht ebenfalls am Hafeneingang um rückwärts an die Pier zu gehen. Der Trimaran ist riesig. Er ist 126,7m lang, und gilt als zweitgrößter Trimaran der Welt. Außerdem kann das Ding mit über 40kn durch’s Meer pflügen. Die 39km nach Los Cristianos auf Teneriffa schafft die Schnellfähre in 35 Minuten. Unser nächstes Ziel ist ebenfalls Teneriffa, allerdings steuern wir Santa Cruz an. Bis dahin sind es 113sm. Dafür waren wir bei gemächlichen 12kn die ganze Nacht durch.

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