Kreta – Teil 2

Ein neuer Tag. Heute sind Mega-Wellen. Geil! Die Wellen sind so hoch, dass man zu Boden gerissen wird. Ich schaffe es mindestens 50m mit der Luftmatraze an den Strand zu surfen. Es sind zwar überall rote Flaggen, aber die sind auch gehisst wenn keine Wellen da sind.

Brandung, aber da geht noch mehr!

Keiner interessiert sich für die Flaggen. Die Brandung ist dann doch zu heftig, es strengt einfach an immer gegen die Wellen zu kämpfen. Die heftige Brandung spült auch einigen Seetang an den Strand. Der Bademeister ist die ganze Zeit damit beschäftigt das Zeug wegzuräumen.

Notiz an mich: Ausrüstung optimieren und beim nächsten Strandurlaub

  • einen Handfeger für Liegen und sandige Füsse
  • Wäscheklammern um die Handbücher auf den Liegen zu befestigen

einpacken.

Wir kaufen in einen Geschäft unweit des Strandes ein paar Kringel. Die Kringel sind praktisch große Berliner mit Zucker und kosten 1,50 €.

Felsen am Strand

So verbringen wir mehrere Tage hintereinander am Strand. Totale Entspannung. Der Bademeister begüßt uns morgens mit Handschlag. Danach bespasst er die Kinder, neckt die Touristen, läuft auf Händen oder balanciert einen aufgespannten Sonnenschirm auf seinem Kinn. Er sorgt für Zerstreuung. Im Hotel hat sich auch sowas wie Routine eingestellt. Abends beim Essen wird der Hauptgang serviert, der Rest ist in Buffetform. Die Kellnerin bringt die Karte und sagt ‘How are you?’ Wir sagen ‘fine’, sie erwidert ‘nice’. Ich denke immer sie ist eine sowietische Agentin, und muss an den Film ‘Telefon’ mit Charles Bronson denken. Nur kein falsches Schlüsselwort sagen, sonst zieht sie eine Waffe. Auch das ist eine Routine geworden. Herrlich!

Sonnenschirme am Strand

So vergeht Tag um Tag. Zwischendurch machen wir einen Ausflug mit dem Auto ins Innere der Insel (siehe Kreta Inseltour).

Strasse nach Malis

An den letzten beiden Tagen treffen wir uns abends mit Freunden, die ihre Unterkunft im Meli Palace in der Nähe von Sisi haben. Den ersten Abend treffen wir uns in Stalis, schlendern die Flaniermeile ab und trinken hier und da eine Kleinigkeit. Zum Schluss landen wir in der Afrikabar mit den beiden Gorillas am Eingang und dem Springbrunnen. Es gibt gute Getränke. Tritt man allerdings um 02:00 wieder zurück auf die Strasse, stellt man fest, das hier alles schon schläft. Das hatte ich jetzt nicht erwartet! Naja, wir setzen unsere Freunde ins Taxi und gehen zurück ins Hotel. Den nächsten Tag verbringen wir zum letzten Mal am Strand. Abends wollen wir zum Meli Palace fahren und die Freunde abholen. Der Taxifahrer lässt sich Zeit und wir stehen min. 30 Minuten vor unserem Hotel rum. Die ‘Griechische Minute’ kann auch mal eine Stunde dauern, erfahren wir später. Irgendwann kommt doch das Taxi, und wir fahren zum Meli Palace, picken die Freunde auf und es geht weiter nach Sisi.

Sisi

Sisi ist ein kleines Fischerdorf mit Hafenbecken und einer Außenmole. Wir laufen auf die Mole und erleben einen grossartigen Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang, Mole Sisi

Wir laufen um den kleinen Hafen herum die Promende mit den Tavernen entlang. Unsere Wahl fällt auf die ‘The Fisherman Taverna’. Wir sitzen direkt am Meer. Wir bestellen reichlich Essen und lassen es uns gut gehen. Sisi ist das Dorf der streunenden Katzen. Überall sitzen Katzen und versuchen etwas Essbares zu ergattern.

Promenade Sisi

Neben uns sitzen zwei Engländerinnen mit ihren Kindern. Unser Kellner ist leicht von den leicht bekleideten Damen abgelenkt. Er tut jedenfalls geschäftig. Ich höre die beiden immer nur ihre Kinder ankeifen, ‘Shut up, sit down’ hört man ständig.

Naja, wir haben jedenfalls gut gegessen. Danach gehen wir noch weiter und sitzen bis spät in die Nacht in einer schönen Bar. Irgendwann setzen wir uns in ein Taxi,bringen erst unsere Freunde ins Hotel und fahren dann auch zurück. Der Taxifahrer ist gut drauf und erzählt das mit der griechischen Minute von oben. Er fahrt ziemlich zügig mit 140km/h über die Landstrasse und erzählt uns er steht auf deutsche Autos. Das sind die Besten. Er will auch demnächst nach Deutschland, dort einen gebrauchten Mercedes kaufen. Das wäre billigen als einen Wagen hier auf Kreta zu kaufen.

Hafen von Sisi

Am nächsten Tag ist Abreise. Den Tag verbringen wir am Hotelpool. Wir werden am frühen Abend mit dem Bus abgeholt. Wir sind die ersten Fahrgäste. Danach klappern wir diverse Hotels ab und picken Urlauber auf. In Hersonissos quält sich der Busfahrer mit dem Reisebus den Berg hoch, dass ich nicht sicher bin ob wir ankommen. Er schafft es dann doch den Reisebus bis zum Hersonissos Village Hotel hoch zubringen, was mich ein wenig beeindruckt. Anscheinend ist er doch Profi.

Wir kommen am Flughafen an. Eine Reiseleiterin kommt in den Bus und informiert uns welchen Checkin wir benutzen sollen. Die Abflughalle ist schon gut gefüllt, und vor den Checkins stehen lange Schlangen. Einige Leute sind schon total endgenervt, und führen ihren erholsamen Urlaub innerhalb von Minuten ad absurdum. Wir sind an der Reihe. Ich stelle die Koffer auf die Waage. Die Transportbänder führen allerdings hinter den Checkin-Schaltern ins Leere. Ich muss halb auf das Laufband klettern um den hinteren Koffer wieder vom Band zu bekommen. Einfacher wäre es das Band wieder zurück zu fahren, was technisch geht, aber die Dame es nicht hinbekommt. Merke: Schönheit allein macht noch keine gute Checkin-Tante! Danach müssen wir ganz auf die Seite, und unsere Koffer auf das Transportband vor dem Röntgengerät stellen. Dann verschwinden die Koffer im Orkus des Flughafens. Wir passieren auch die Sicherheitskontrollen und befinden uns vor den Gates in einer großen Halle. In der ersten Etage gibt es einen Duty Free. Ich finde ein Spieluhr, die Sirtaki spielt. Geil!

In der Halle gibt es zwei Snackbars von Everest. Wir holen und etwas zu essen und trinken. Dann setzen wir uns in die hintere Ecke der Halle. Hier sind noch Sitzplätze frei. Langsam wird es voll. Leute beobachten ist grossartig und trägt zur Kurzweil bei. Man sieht Leute die durch den Metalldetektor kommen und ihren Gürtel wieder ins Hosenbund fummeln. Dabei machen die ein Gesicht als hätten sie sich hinter dem Detektor erleichtert. Eine Reinigungskraft telefoniert mit Headset und kickt leichtfüssig irgendwelchen Abfall durch die Gegend. Hier könnte ich den ganzen Tag sitzen. In der ganzen Halle gibt es nur zwei kleine Departure Anzeigen, vor denen sich Trauben bilden. Nach einer gefühlten Ewigkeit geht das Boarding los. Am Gate werden unsere Bordkarten kontrolliert und wir müssen in einen Bus steigen. Dieser fährt (ungelogen) 50m bis zum Flugzeug. Wir fliegen mit einem Janosch Airbus zurück nach Hannover. Kreta war schön!

  • Fotoalbum Kreta auf Flickr

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