Santorin

Heute ist Seetag und wir schlafen erstmal aus. Eine übrigens sehr geile Sache auf den Kabinen ist der interaktive Fernseher. Der zeigt nicht nur diverse Schiffsinformationen oder den aktuellen Kontostand an, sondern beispielsweise auch die aktuelle Restaurantauslastung an. Man kann schön vom Bett aus nachsehen ob es Sinn macht schon aufzustehen. Herrlich!

Restaurantauslastung

Wir frühstüchen draußen, aber der Wind pfeift uns ganz schön um die Ohren. An Oberdeck hat schon morgens kurz nach Sonnenaufgang die Verteilung der Sonnenliegen begonnen. Das Sonnendeck ist jedenfalls proppenvoll. Ich habe keinen Bock auf Sonnen und streife auf dem Schiff umher.

Casino Aida Stella

Abends sehen wir uns eine Show im Theatrium an. Danach verjuxen wir im Spielcasino ein wenig Geld an den Automaten. Die Münzen für die Spielautomaten bekommt man aus einem Automaten. Einfach die Bordkarte davorhalten und die Kiste spuckt Münzen. Bei den einarmigen Banditen braucht man nur die Bordkarte in die Maschine stecken, und spart den Zwischenweg über die Münzen. Geldausgeben ist hier echt einfach und technisch niederschwellig gestaltet. Am beiden Rolettetischen ist reger Betrieb, Poker und Black Jack läuft nicht so gut.

Blick vom Kraterrand in die Kaldera

Morgens laufen wir in die überschwemmte Kaldera von Santorin ein. Vor dem Ort Fira (Thira) wird nicht geankert sondern das Schiff mit der Maschine/Strahlrudern auf Position gehalten. Die Leute werden mit Booten an Land übergesetzt, getendert. Wir setzen relativ früh zum Festland über. An Land überlegen wir kurz die Treppen zur Stadt hochzulaufen, entscheiden uns dann doch für die Seilbahn. Die Seilbahn überbrückt die 300m bis zum Kraterrand zügig und steil. In die kleinen Kabinen gehen immer sechs Leute rein. Übrigens 5,-€/Person. Oben angekommen suchen wir uns einen Vermietungsservice, wir wollen ein Quad. Wir finden “Helidoni” der uns ein gutes Angebot für ein Quad macht. Er will 30,-€ für den ganzen Tag, ohne Kilometerbegrenzung. Wir müssen allerding noch tanken, da nicht mehr viel drin ist im Tank. Wir mieten ein kleines Kymco Quad mit 150ccm und Automatikgetriebe. Der Vermieter ist sehr freundlich und erklärt uns alles. Er fährt uns das Quad auf die andere Straßenseite, damit wir vernünftig starten können. “Be carefull and watch for your wife!” sagt er und wünscht uns viel Spass. Ich fahre zuerst und wir steuerten aus der Stadt herraus. An der nächsten Tankstelle tanken wir das Quad für 10,-€ komplett voll.

Blick auf Fira (Thira)

Wir haben keine vernünftige Karte der Insel sondern nur den Flyer von “Helidoni”. Diese Karte erweisst sich aber als völlig ausreichend. Von der Tanke aus fahren wir direkt an die Steilküste am südlichen Ende von Fira heran.

Das Quad fährt super und ich wechsele auf den Sozius mit der Kamera im Anschlag. Es geht Richtung Süden. An der Santo Wines Winery finden wir auf dem Parkplatz einen super Aussichtspunkt. Wir beraten uns wohin die Reise gehen soll und beschließen ganz in den Südwesten der Insel zum Leuchtturm zu fahren.

Leuchtturm von Akrotiri

Wir kommen durch Megalochori hindurch und folgen weiter der Steilküste. Wir kommen direkt in den Ort Akrotiri. Wir heizen durch den Ort und sind schneller wieder am Ortsausgang als uns lieb ist. Plötzlich sind wir auf der Südostseite der Insel am Meer. Eigentlich wollen wir ja zum Leuchtturm. Also nochmal umdrehen und schauen wo wir Kreuzung verpasst haben. Wir finden schließlich die Kreuzung und es geht ganz schön den Berg hoch. Zwischendurch hoffe ich, dass der Motor nicht den Hitzetod stirbt und wir hier festsitzen. Das Quad schafft die Steigungen trotzdem ohne Probleme, wenn auch nicht mit voller Geschwindigkeit. Die Griechen fahren auf der Insel übrigens ziemlich zügig um das mal vorsichtig auszudrücken. Man muss echt aufpassen nicht unter die Räder zu kommen. Am Kraterrand sind schöne Hotels mit Endless Pools. Hier sollte man demnächst mal absteigen. Wir erreichen Kap Akrotiri mit dem Leuchtturm. Hier sind natürlich auch viele Touristen, uns fallen viele Japaner auf.

Kapelle am Felsen

Der Leuchturm bietet ein tolles Panorama und die Felsen gehen steil bis runter zum Meer. Wir machen eine schöne lange Pause. Anschließend geht es wieder zurück nach Akrotiri und wir fahren weiter bis zum Meer. Wir folgen den Schildern zum Red Beach und landen direkt am Wasser auf einem Parkplatz, vor einer kleinen Kapelle die halb in den Fels gebaut ist. Ganz am Ende vom Parkplatz steht eine kleine Bude die Getränke, Eis, whatever verkauft. Davor parkt ein alter Mercedes der Kanister im Kofferraum hat. Ein Schlauch pumpt sowas ähnliches wie Getränkekonzentrat in die Bude. Wir entschließen uns dort Dosengetränke zu kaufen. Am Obststand daneben kaufen wir ein paar Bananen. Wir klettern der Menschenschlange hinterher. Schließlich endet der Trampelpfad am Red Beach. Der Red Beach heißt übrigens so, weil hier die Felsen, der Sand, einfach alles rot sind. Klingt logisch, oder?

Zugang zum Red Beach

Eine Bucht weiter gibt es den White Beach und irgendwo auch den Black Beach. Aber zurück zum roten Strand. Der ist eigentlich sehr schön, leider wird der Müll hier wild entsorgt, und ich bin nicht sicher aber der hier abtransportiert wird, oder man wartet bis das Meer alles wegspült.

unschöne Müllsammlung am Red Beach

Interessant sind die im Fels verankerten Türen hier am Strand. Selbst Google kann mir nicht erklären was sich hinter den Türen verbirgt. Wir liegen noch ein wenig am Strand, das Wasser ist recht kalt.

Geheimnisvolle Tür im Fels

Nach einer Weile geht es wieder auf die Piste und wir fahren zurück Richtung Fira. Der Plan ist, wenn wir es zeitlich schaffen, noch nach Norden zu fahren.

Wir fahren durch Fira und das kleine Quad kämpft sich die Straßen nach Firostefani hoch. Hier gibt es tolle Hotels. Irgendwo muss hier auch die Location sein, die auf jeder Postkarte von Santorin zu sehen ist.

Hotelpool am Hang

Die Zeit läuft uns ein wenig davon und wir beschließen das Quad wieder abzugeben, und noch ein wenig durch Fira zu laufen. In Fira ist die Straßenführung ein wenig tricky und wir sind zunächst am Quadvermieter vorbeigerauscht. Schließlich finden wir ihn und geben das Quad wie vereinbart um 15:00 wieder ab. Danach tingeln wir durch Fira. In der Nähe der Seilbahnstation setzen wir uns in eine Pinte, trinken was und essen Tzatziki. Gegenüber ist ein chinesisches Restaurant welches “authentisches chinesisches Essen” anbietet. Auch die asiatische Zielgruppe wird hier bedient.

Weg zum Hafen

Wir brechen auf zurück zum Schiff. Ich will unbedingt die Stufen laufen, also laufen wir. Kurz unter der Stadt müssen wir durch die obere Eselstation durch. Der Gestank ist echt heftig. Die Viecher machen teilweise keinen guten Eindruck. Unterwegs treffen wir immer wieder ein einzelne Tiergruppen die Touristen nach oben bringen. Man hört eine Touristin lauft jolen, und plötzlich löst sich an einem Felsenvorsprung ein wenig Geröll. Das stürzt hinter uns auf den Treppenweg, und wir sind froh schon an der Stelle vorbei zu sein. Die Erdkruste ist hier also nicht wirklich stabil.

Santorin-Esel

Unten kurz vor dem Hafen ist die Maultierunterstation und wir müssen uns ein letztes Mal den Weg durch die Viecher bahnen.

Endlich Pause!

Am Hafen, schauen wir noch durch die Läden. Das Aida-Team schenkt an der Tenderstation Getränke aus. Wir nehmen die letzte Überfahrt und sind um 17:30 wieder an Bord. Wie bringen unsere Sachen auf die Kabine und gehen wieder an Oberdeck um uns das Auslaufen anzusehen. Es gibt einen Cocktail an der Ocean Bar am Heck des Schiffs. Wir verlassen Santorin. 173 Seemeilen bis Marmaris.